Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Diagonal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Diesseits von Eden / Schöpfungstag/zeit". Oliver Tanzer, Autor, Journalist und Leiter des Wirtschaftsressorts der Wochenzeitung "Die Furche", versucht in seinen Gedanken über die Genesis einen Brückenschlag zwischen biblischer und moderner Welt Es ist die Ur-Erzählung des Abendlandes und das erste Bild des jüdischen und christlichen Glaubens. Die Schöpfungsgeschichte, nachzulesen im Buch Genesis. Sie auszulegen und zu deuten, ist seit tausenden Jahren die Angelegenheit von Priestern, Philosophen und Gläubigen. Aber jenseits dieser theologisch-philosophischen Auslegungen steckt viel Weisheit und Witz über den Menschen in den ersten Seiten der Bibel. Über seine Art zu denken und die Dinge zu begreifen, sich mit der Welt in Beziehung zu setzen und mit sich selbst. Diese Aktionsmuster und ihre Folgen sind in Zeiten der globalen Bedrohungen aktueller denn je. Im Rahmen des ORF-Schwerpunktes "Mutter Erde: Flatten the curve. Was lernen wir aus der Corona-Krise für den Klimaschutz?" und während der ökumenischen Aktion "SchöpfungsZeit", die jedes Jahr zwischen 1. September und 4. Oktober christliches Engagement zur Bewahrung der Schöpfung in den Fokus nimmt, versucht Oliver Tanzer in seinen Gedanken über die Genesis einen Brückenschlag zwischen biblischer und moderner, natürlicher und künstlicher, gläubiger und ökonomischer Welt.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. So jung kommen wir nicht mehr zusammen. Zwei verschiedene Gottliebs aus zwei verschiedenen Generationen umrahmen - unter anderem - einen Gruß aus Mexico nach Wien, der zum Welterfolg wurde, Tänzerisches aus Frankreich für Orchester und für Orgel sowie Spätromantisches aus Russland und aus Japan. Dazu hören wir noch (in knapp zwei Minuten!) die Hälfte des erhaltenen Gesamtwerks eines Kleinmeisters der englischen Madrigalschule, der aus einer sehr bekannten musikalischen Familie stammte.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Geologe Johannes Weidinger spricht über seine Untersuchungen von Felsstürzen rund um den Mount Everest. Teil 2: Heben, schieben, rutschen, senken Gestaltung: Lothar Bodingbauer Der Himalaya ist ein großes Gebirgssystem in Asien. Er formt eine Barriere zwischen dem Plateau von Tibet und den Ablagerungsflächen Indiens. 30 Berge sind höher als 7300 Meter, höchster Berg ist der Mount Everest mit 8848 Metern. Diese Berge erstrecken sich in einem 2500 km langen Bogen, zwischen dem Nanga Parbat in Jammu und Kashmir (Indien/Pakistan) im Westen und dem Namcha Barwa in Tibet (China) im Osten. Die Königreiche Nepal und Bhutan liegen entlang dieses Bogens. Gletscher, Flüsse und Niederschläge sind dynamische Elemente, die die Landschaft gestalten, gemeinsam mit den tektonischen Hebungen der Kontinentalbewegungen und den Einflüssen der Schwerkraft bei größeren Bergstürzen und Hangrutschen gestalten sie den Lebensraum der Menschen im Himalaya. Für österreichische Geolog/innen ist das Gebiet spannend, weil die Erkenntnisse der Alpen auf eine viel größere Skala in den Himalaya übertragen werden können.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Italienische Reise, 2020

Aufnahmen im Corona-Sommer (2). Gestaltung: Christina Höfferer "Es ist natürlich die Kunst, die Atmosphäre in der Trattoria, das schöne Abendessen auf der Terrasse, mit dem Blick über die Toskana, wo die Sonne untergeht, und wo man noch den Rotwein trinkt," Bernd Roeck, einer der wichtigsten Italien-Experten im deutschen Sprachraum, fasst das Italienfeeling zusammen. Für den Professor für Geschichte an der Universität Zürich und Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig war es ein Buch, das ihn dazu veranlasste, sein Leben als Wissenschaftler der Erforschung Italiens zu widmen: Jacob Burckhardts Kultur der Renaissance in Italien, ein Klassiker, der noch 150 Jahre nach seinem Erscheinen zu Diskussionen anregt. Kennengelernt hat Roeck das Land, wo seit Goethe auch sprichwörtlich "die Zitronen blühen" auf Urlaubsreisen in den 1950er Jahren. In der Nachkriegszeit war Italien das erste gewissermaßen exotische Reiseziel der Deutschen und Österreicher. Auch 2019 lag Italien unter den deutschen Autoreisenden an erster Stelle der ausländischen Reiseziele. Schlagertitel befördern die Italien-Sehnsucht, etwa: "Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt". Die Sechziger waren geprägt vom Bild der Deutschen, die mit dem Käfer über die Alpen nach Süden fuhren, zum "Teutonengrill" an der Adria. Italien rühmte sich in den Siebzigern, das wichtigste Reiseziel der Welt zu sein. 2020 ist alles anders. Wagemutige Reisende machen sich auf den Weg nach Italien, weil sie das Land ohne Overtourism sehen wollen und es ist wieder ein Aufschwung für den individuellen Retro-Urlaub mit Auto am italienischen Strand, etwa an der Amalfiküste, festzustellen. Die meisten jedoch trauen sich keine Urlaubsreisen ins Ausland zu. Die Angst sitzt tief. Und wie geht es den Menschen, die in Italien leben? Wie sieht das krisengebeutelte Land aus, im Sommer 2020? Die Angestellten und Beamten befinden sich noch aus Sicherheitsgründen im Smart Working, sie arbeiten von zu Hause. Das hat schwerwiegende Auswirkungen, auch auf die Gastronomie. In Rom etwa ist das Büro-Viertel EUR zur Geisterstadt geworden. Durch das Smart Working sind die Lokale verwaist. Viele sind gezwungen zu schließen, der Umsatz beträgt nur mehr 20 bis 30 Prozent der prä-Pandemie Zeit. Im Bereich der Ernährung haben die Erwägungen rund um den langen Lockdown zu einer gesteigerten Nachfrage der Konsumenten nach Produkten aus biodynamischer Landwirtschaft geführt. Ministerpräsident Giuseppe Conte forciert inzwischen die Modernisierung der Infrastruktur. Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, der Übergang zur Green-Tecnology, die Entwicklung von 5G und Glasfaser Netz stehen ganz oben auf der Regierungsagenda. Für die Rettung der Lagune in Venedig setzte Conte eine Superkommissarin mit österreichischen Wurzeln, die Architektin Elisabetta Spitz, ein. Italienfeeling mit Corona-Schock. Christina Höfferer unternimmt eine Reise durch das Land an der Adria in vielen kleinen Stationen - auch auf der Suche nach innovativen Projekten und engagierten Initiativen, die Hoffnung machen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Der klimaveränderte Garten

Eine Ideensammlung (2). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Das Gartenjahr nähert sich dem Höhepunkt: Ernten, was man gesät und angepflanzt hat. Wie haben sich Früchte, Wurzelgemüse und Blätter entwickelt? Nach einem enorm trockenen Frühjahr, einem durchwachsenen Sommer, steht nun der Herbst vor der Türe. Das bedeutet einlagern, aufbrauchen und haltbar machen. Es bedeutet aber auch: stehenlassen! Abgeblühte Stauden nicht gleich entfernen, sondern ihre Samen reifen lassen. Laub nicht wegsaugen, stattdessen den Kompost füttern. All das, was im Garten bleibt, fördert die Vielfalt: im Boden, im Geäst und im unmittelbaren Wohnumfeld. Mit einer Vorausschau und mit einem Rückblick auf die vergangene Saison lassen die Gärtnerinnen und Gärtner ihre Erfahrungen mit dem sich ändernden Klima Revue passieren. Ilse Huber und Sabine Nikolay holen sie vors Mikrofon.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Ganymed, Die Brüder, Violetta Parisini, Bilgeri (2). Gestaltung: Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Sabine Nikolay, Al Bird Sputnik *Die Brüder - Over Too Soon* In den 80er Jahren entstand im Speckgürtel von Wien eine Band, deren Songs den Duft der großen Welt verströmten statt den Mief der Provinz. "Die Brüder", benannt nach dem Verwandtschaftsverhältnis von Boris (Gitarre, Komposition, Texte, Arrangements) und Marc "Punc" Wörister (Gesang) wurden nach einem Besuch der Diskothek U4 von Ö3-Musicbox-Mitarbeiter Werner Geier entdeckt. Die Geschichte ist Legende: Geier, der an dem Abend im U4 als DJ Platten aufgelegt hatte, wurde von einem Gast nach Hause gefahren. Im Autoradio lief eine Demo-Kassette der "Brüder" - und Geier schwatzte sie dem Fahrer ab. Bereits am nächsten Tag lief ein Demo-Song der "Brüder" in der Musicbox. Kurz darauf fand ein erstes ausverkauftes Konzert statt, viele weitere folgten. 1987 erschien die erste LP "Trying To Remember How To Forget". 1988 kam "Time Is The Killer", und 1989 "Different Kind Of Truth". Nach 5 Jahren zerbrach die Band, denn die Brüder Wörister übersiedelten in die USA. In Los Angeles gab es ein letztes Konzert, und das war es dann für 30 Jahre. Am 31. Jänner 2020 fand schließlich das fulminante - angeblich - allerletzte Konzert im Wiener Chelsea anlässlich der Präsentation der CD "Drifters" statt. Den in die Jahre gekommenen Fans der Brüder und einer neuen jungen Fangemeinde treibt es Tränen der Melancholie in die Augen, wenn sie den ersten Song der Scheibe hören. Sein Titel: "Over Too Soon". Gestaltung: Sabine Nikolay

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Christoph Wagner-Trenkwitz Rodgers Hammerstein, die Könige des Broadway Am 31. März 1943 schlug mit der Uraufführung von "Oklahoma" die Geburtsstunde eines Musical-Teams, das die Gattung nachhaltig revolutionieren sollte. Der Komponist Richard Rodgers (1902-1979) und der Textdichter Oscar Hammerstein II (1895-1960) gingen fortan nicht mehr allein - wie es in ihrem vielleicht größten Schlager, "You'll never walk alone" aus "Carousel", heißt -, sondern legten bis zum Tode Hammersteins gemeinsam mehrere triumphale Shows vor, darunter "South Pacific", "The King and I" und "The Sound of Music", aber auch Raritäten wie "Allegro" und "Flower Drum Song", die nicht nur Liebhaberinnen und Liebhabern des Genres bekannt sein sollten. Anklang präsentiert ein "R H-Songbook" mit Operngrößen wie Thomas Allen, Frederica von Stade, Jerry Hadley, Bryn Terfel, Kiri Te Kanawa, Thomas Hampson, Renée Fleming, und auch die "Drei Tenöre" werden ihre Stimmen erheben, um das Loblied von Rodgers Hammerstein zu singen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

?Draußen regnet es" von Ivan Klíma. Aus dem Tschechischen von Anja Tippner. Es liest Peter Simonischek. Die Liebe hat sich aus der seit dreißig Jahren währenden Ehe des Scheidungsrichters Vacek verflüchtigt. Doch eines Tages trifft Richter Vacek der Liebesblitz aus heiterem Himmel, als er eine junge Geigerin, deren Scheidungsfall er verhandelt hat, mehr als nur näher kennen lernt ... Gestaltung: Bernhard Herrman. Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Katharina Hirschmann. Ivo Pogorelich spielt Beethoven und Rachmaninoff Das neue Album von Ivo Pogorelich hat lange auf sich warten lassen. Über 20 Jahre hat es gedauert, bis der Pianist den Weg ins Studio wieder gefunden hat. Zeit, die er für Veränderung genutzt hat. Konkret, um sich eine neue Spieltechnik anzueignen, wie er selbst verrät, die für die Interpretation der Werke essenziell war. Auf diesem neuen Album lässt er Beethoven auf Rachmaninoff treffen und hat damit Klaviersonaten zweier Pianisten eingespielt, zwischen denen 100 Jahre liegen. Zeit, in der ebenfalls eine große Veränderung vor sich gegangen ist. Pogorelich aber sieht die zwei Komponisten am jeweils anderen Ende eines musikalischen Entwicklungsbogens. Mit diesem Album hat er sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss Beethovens auf seine Nachfolger hörbar zu machen. Das Ergebnis ist von beeindruckender interpretatorischer Kraft und Eigenwilligkeit, die mit gewohnter Raffinesse so manche Vorstellung von Werktreue auf den Kopf stellt.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Grafenegg Festival 2020

Rudolf Buchbinder, Klavier Friends (Volkhard Steude, Violine; Harald Krumpöck, Violine; Tobias Lea, Viola; Franz Bartolomey, Violoncello). Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur op. 44 * Antonin Dvorák: Klavierquintett A-Dur op. 81 (aufgenommen am 23. August im Wolkenturm in Grafenegg). Präsentation: Stephanie Maderthaner

15.30 Uhr
Moment

Mit Lupe und Pinzette. Die stille Welt der Philatelie Philatelisten sammeln Briefmarken, begutachten sie und handeln damit. Schon öfters für tot erklärt, hat die Philatelie oder auch Briefmarkenkunde den Sprung in die Welt der digitalisierten Nachrichtenübertragung geschafft. Seit dem späten 19. Jahrhundert begeistert die Briefmarke Sammler und Sammlerinnen, denn sie erzählt Geschichte, ist Erinnerungsstück und dient als Wertanlage. Eine Sendung über das systematische Sammeln von Postsendungen, die Liebe zum Detail und eine lebenslange Leidenschaft. Nach der Sendung wollen wir von Ihnen wissen: Welches Bild haben Sie von Menschen, die Briefmarken sammeln? Wenn Sie selbst dazugehören: was hat Sie zum Sammeln bewogen? Haben Sie eine Mappe mit Marken und was haben Sie Neues durch Briefmarken erfahren? Und wie viel ist Ihre Sammlung wert? Eine Stunde lang können Sie mit uns telefonieren: 0800/22 69 79 oder schreiben Sie uns ein E-Mail an: moment@orf.at. Gestaltung. Noel Kriznik und Laura Angermann

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Monster im Mittelalter Heute ist bei Rudi ein Rudi zu Gast. Der Universitätsprofessor Rudolf Simek. Er ist Experte für mittelalterliche Literatur und hat ein Buch über Monster im Mittelalter geschrieben. Rudi hat erfahren, dass man sich damals unter einem Monster ein bisschen etwas anderes vorgestellt hat als heute. Rudolf Simek: "Heute sind Monster gefährlich, groß und furchterregend. Man hat oft Angst vor Monstern. Viele Kinder haben auch Angst in der Nacht, dass irgendwelche Monster auftauchen - im Mittelalter ist das nicht so." Gestaltung: Paul Urban Blaha

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Der Mond. Die Sterne. Das Dunkel". Die Autorin Melinda Nadj Abonji. Feature von Shenja von Mannstein Mit fünf Jahren kommt Melinda Nadj Abonji aus dem damaligen Jugoslawien in die Schweiz. Drei Jahre zuvor, 1970, waren ihre Eltern als Gastarbeiter emigriert. Ihre Familie stammt aus der serbischen Provinz Vojvodina und gehört der ungarischen Minderheit an. Im Haus ihrer Großmutter, in einem kleinen Städtchen nahe der serbisch-ungarischen Grenze, verbringt sie ihre frühe Kindheit. Die Ankunft in der Schweiz erlebt sie als traumatisch. Als sprachlose Zeit, in der grundlegende Sicherheiten in Frage gestellt werden. Ihre Eltern arbeiten hart und so gelingt ihnen ein gewisser gesellschaftlicher Aufstieg. Sie übernehmen ein Café in Küsnacht, einer reichen Gemeinde am Zürichsee. Zu einer Zeit, als in Jugoslawien der Krieg ausbricht. In "Tauben fliegen auf" verarbeitet Melinda Nadj Abonji ihre Migrationsgeschichte. Der Roman wird 2010 mit dem Schweizer und dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Für die Sendung begibt sich die Autorin in Zürich und Küsnacht auf Spurensuche. Sie erzählt von der sinnlichen Welt ihrer frühen Kindheit, vom Verlust der Heimat und von den Folgen des Balkan-Kriegs auf ihr Leben und Schreiben.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1 Evangelisches Museum Oberösterreich Das Evangelische Museum Oberösterreich befindet sich in dem kleinen Ort Rutzenmoos nordöstlich des Attersees, eine von neun oberösterreichischen Gemeinden, die durch das Toleranzpatent Josef II anno 1781 als evangelische Pfarrgemeinde gegründet worden ist. Bis dato waren neben der katholischen Kirche andere (christliche) Glaubensrichtungen streng verboten. In der ehemaligen Volksschule wurde im Jahr 2000 auf Betreiben des damaligen Superintendenten Hansjörg Eichmeyer ein Museum errichtet. Seine Witwe Ulrike Eichmeyer-Schmid leitet heute das Museum und führt in die nachgebauten Räumlichkeiten zur Zeit des Geheimprotestantismus. Dort befinden sich doppelte Schubladenböden, versteckte Ziegelmauernischen und lose Fußbodenbretter. Ein Versteck für Bibeln und geheime Erkennungszeichen. Dazu zählt auch das "Geheime G'läut", ein Lederarmband mit Metallknöpfen, mit dem sich die Protestanten den Ort des Treffens ausmachten. +++ Gestaltung: Ilse Huber +++ Evangelisches Museum Oberösterreich Nr. 5, 4845 Rutzenmoos Objekt: "Geheimes G'läut" (Lederarmband mit Metallknöpfen)

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Mahsa Vahdat und Amira Medunjanin Zwei starke Stimmen, die eine aus Sarajevo, die andere aus Teheran, beide mit internationalem Echo, sind auf aktuellen Alben zu vernehmen. Mahsa Vahdat veröffentlicht mit "Enlighten the Night" ihre zehnte CD. Ihre enge Verbundenheit mit persischer Musikkultur ist nach wie vor deutlich zu hören, erstaunlicherweise gerade durch die absolut stilfreien Arrangements. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Kronos Quartett ist "Enlighten The Night" ein weiteres beeindruckendes Lebenszeichen Mahsa Vahdats, die in ihrer Heimat Iran starken Repressionen ausgesetzt war und seit Jahren im norwegischen Label Kirkelig Kulturverksted eine verlässliche Produktionsstätte gefunden hat. Originelles Zeichen von Vahdats internationalem Ruhm: Der Bürgermeister von Pittsburgh, Pennsylvania, hat den 6.9.2019 zum "Mahsa Vahdat Day" erklärt. Die andere Stimme dieser Sendung gehört "Bosnia´s Billie Holiday", wie der neuseeländisch-britische Journalist Garth Cartwright schrieb. Amira Medunjanin, aus dem Genre der Sevdalinke schöpfend, bringt packende Interpretationen menschlicher Gefühle auf die Bühne. Ihre neue CD heißt "For Him and Her", gemeint sind zwei Musikstars des ehemaligen Jugoslawiens, Silvana Armenulic und Toma Zdrakovic.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Österreichische Exilanten als Verhörspezialisten in der U.S. Armee mit: Robert Lackner, Historiker und Forschungskoordinator Gestaltung: Hanna Ronzheimer Eine militärische Einheit aus Intellektuellen, jüdischen Kabarettisten und Künstlern: Während des Zweitens Weltkriegs arbeiteten hunderte geflohene Österreicher für den Nachrichtendienst der US - Armee, um Hitler-Deutschland zu bekämpfen. Sie waren wegen ihrer Deutschkenntnisse besonders gefragt. In Camp Ritchie in Maryland bildete man die Exilanten zu Verhörspezialisten aus. Sie lernten hier, wie man mit schauspielerischen Tricks, gezielten Falschmeldungen oder psychologischen Kniffen die deutschen Soldaten beeinflussen konnte. In Kriegsgefangenenlagern befragten die sogenannten "Ritchie Boys" dann die Inhaftierten mit skurrilen, gewitzten, aber fast immer gewaltlosen Verhörmethoden. Georg Kreisler war einer von ihnen, der Opernexperte Marcel Prawy oder Hollywood-Produzent Eric Pleskow. Sie alle waren zwischen 1942 und 1945 "Ritchie Boys", ein Job, der für viele auch im späteren Leben noch karrierefördernd gewesen ist.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Migration nach Italien. Gestaltung: Christine Auerbach, Christoph Schäfer und Lisa Weiß (ARD) Seit Jahresbeginn sind in Italien viermal so viele Flüchtlinge und Migranten angekommen wie im gleichen Zeitraum des Vorjahrs; die meisten von ihnen kommen übers Mittelmeer, besonders frequentiert ist derzeit die Route über Tunesien. Die Aufnahmelager sind überfüllt, die Furcht vor Corona-infizierten Einwanderern wächst. Die Regierung in Rom arbeitet an einer neuen Migrationspolitik - und fühlt sich weiterhin von der EU alleine gelassen. Solidarität bei der Aufnahme von Flüchtlingen und eine Überarbeitung des alten Dublin-Systems wären dringend notwendig. Die Europäische Union ist dabei, einen neuen Migrations- und Asylpakt auszuarbeiten, die Kommission möchte ihre Vorschläge noch im September präsentieren. Ob es gelingen wird, die unterschiedlichen Interessen der Mitgliedsstaaten unter einen Hut zu bringen, ist aber fraglich. Dazu ein Gespräch mit dem Politologen und Migrationsexperten Florian Trauner an der Freien Universität Brüssel.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Methoden und Instrumentalisierungen von IQ-Tests Von Thomas Reintjes Er wisse nicht, was sein IQ ist und es sei ihm auch egal, sagt Robert Sternberg, Professor an der Cornell University im US-Bundesstaat New York. Er stimmt zu, dass IQ-Tests etwas messen, was mit Erfolg zusammenzuhängen scheint. Aber es sei nicht unbedingt die Art von Erfolg, die der Gesellschaft oder der Menschheit nützt. Sollte beispielsweise die Kreativität einen höheren Stellenwert in diesen Tests bekommen? Obwohl ihre Aussagekraft umstritten ist, werden sie oft eingesetzt - und im Extremfall können sie für soziale und ethnische Diskriminierung sorgen. Andererseits scheint Intelligenz auch eine genetische Grundlage zu haben. Eines steht jedenfalls fest: Wer IQ-Tests durchführt, kann damit gutes Geld verdienen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Vokales beim 39. Kammermusikfest Lockenhaus 2020. Präsentation: Gerhard Krammer Unter dem Motto "?Inniger?" hat Intendant Nicolas Altstaedt das 39. Kammermusikfest Lockenhaus gestellt. Mit großer Spielfreude wurde vom 2. bis 12. Juli 2020 in der mittelburgenländischen Gemeinde musiziert. Spielort war dabei die stimmige barocke Pfarrkirche. Für das Festival außergewöhnlich waren diesmal mehrere Vokalkonzerte angesetzt: Von "Klassikern" wie Franz Schubert und Johannes Brahms bis zu "Entdeckungen" wie Louis Spohr, interpretiert von Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton; Hendrik Heilmann, Klavier; Christina Landshamer, Sopran; Nicholas Rimmer, Klavier sowie dem Wiener Kammerchor unter Michael Grohotolsky.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Italienische Reise, 2020. Aufnahmen im Corona-Sommer (2). Gestaltung: Christina Höfferer Der klimaveränderte Garten. Eine Ideensammlung (2). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Lexikon der österreichischen Popmusik.Ganymed, Die Brüder, Violetta Parisini, Bilgeri (2). Gestaltung: Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Sabine Nikolay, Al Bird Sputnik

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Klangspuren 2020. Das Eröffnungskonzert mit dem Tiroler Symphonieorchester Unter dem Motto "Zeitzeichen" nimmt das Festival Klangspuren Bezug auf das Schicksalsjahr 2020. Alle Konzerte werden von hochkarätigen, in Österreich lebenden Musiker/innen gespielt und sollen "Zeugnis ablegen von der heimischen Spielstärke in allen Bereichen der zeitgenössischen Musik", so Festivalleiter Reinhard Kager, der Abstand nehmen musste von seinem eigentlich geplanten Festival der Begegnungen mit rund dreißig Musiker/innen aus außereuropäischen Ländern - es soll 2021 stattfinden. "Zeitzeichen" ist ein Programm, das mit hoher Wahrscheinlichkeit umsetzbar sein wird, weil fast ausschließlich in Österreich lebende Musiker/innen bei den Klangspuren spielen werden. Im Rahmen des Eröffnungskonzertes am 11. September dirigiert Titus Engel das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck im Silbersaal in Schwaz und hat Musik auf dem Programm, die langsam immer mehr entschwinden wird und die mit Hannes Kerschbaumers "schiefer für Orchester" beginnt. Eine Musik der Schichtungen, die an Sedimentüberlangerungen im Gestein erinnert. Der Tiroler Geiger Martin Mumelter ist der Solist in Adriana Hölszkys "Apeiron, Konzert für Violine und Streicher", einem Werk, das mit nur 17 Streichern auskommt und das als österreichische Erstaufführung zu hören ist. Gefolgt von Gerd Kührs Klangexperiment "Música pura. Fünf Sätze für Ensemble", bei dem das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck auf nur mehr fünfzehn Musikerinnen reduziert wird. Gestaltung: Patrizia Jilg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten