Webradio und Livestream

Spezialtipp

Schwetzinger SWR Festspiele

Bild: SWR/Kamil Ghais

Dienstag, 13:05 Uhr SWR2

SWR2 Mittagskonzert

Schwetzinger SWR Festspiele

Streichquartett-Matinee mit dem Bennewitz Quartett. Foto: Bennewitz Quartett

Tagestipp

Heute, 20:05 Uhr Bayern 2

Nachtstudio

Wildes Denken kommt in die Jahre Moderation: Joana Ortmann . Alt werden wir alle, wenn nichts dazwischen kommt. Und wenn wir es zugeben. Denn: Alle wollen alt werden, keiner will es sein. In der sozialen Kosten-Nutzen-Rechnung schneiden die Alten nicht gut ab. Der empathische Wohlklang der Vulnerabilität übersetzte sich in der Pandemie oft in Bevormundung. Und können wir uns den homo digitalis eigentlich als alten Menschen vorstellen? Wildes Denken aber feiert, in die Jahre gekommen zu sein. Wir verweigern die Einfältigkeit des Jungbrunnens. Stattdessen kleiden wir uns in barocke Faltenwürfe. Anders gesagt: Wir konfrontieren uns mit der Falte zwischen Leib und Seele. Die sieht vielleicht nicht gut aus, steht uns aber trotzdem. In ihr steckt nicht Verlust und Verfall, sondern Erfahrung und Vielheit. Und eins ist sicher: wir nehmen sie mit ins Grab!

Konzerttipp

Heute, 11:03 Uhr Ö1

Matinee

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Riccardo Muti. Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (aufgenommen am 11. Mai im Teatro alla Scala in Mailand)

Hörspieltipp

Heute, 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Busch-Funk Franz Kafka - Das Stadtwappen Von Max Lindemann Regie: der Autor Mit: Marianne Rogée Sprachaufnahmen: Christoph Rieseberg Montage und Klangrealisation: Karl-Heinz Stevens Mentorin: Elisabeth Panknin Produktion: Deutschlandfunk in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch 2021 Länge: ca. 35" Ursendung Musikalische Hörspielcollage nach Franz Kafkas gleichnamiger Erzählung über den Turmbau zu Babel. Die literarische Parabel von der Vergeblichkeit menschlichen Strebens wird mit aktuellen O-Tönen ergänzt und kontrastiert Franz Kafkas Text führt uns durch die Arbeiterstadt, die sich um die Baustelle des Turmes zu Babel gebildet hat. Er erzählt von dem sich immer wiederholenden Aufbau und Abriss des Gebäudes und dem Wunsch danach, diesem Kreislauf zu entfliehen. Man hört Fetzen von Werbeslogans, vom Einsturz der Zwillingstürme, fremde Sprachen, Lieder, die den Text musikalisch grundieren und rhythmisieren. Kontrapunktisch zu Kafkas illusionslosem Blick auf die Menschheitsgeschichte wird im O-Ton ein Tag im Leben einer jungen Familie in Berlin festgehalten: aufstehen, anziehen, frühstücken, in den Kindergarten gehen, spielen, weinen, schlafen - zusammen sein. Das Stück untersucht und hinterfragt Kafkas Allegorie des Unmöglichen und will Assoziationsräume in die Zukunft projizieren. Max Lindemann wurde 1989 im Ruhrgebiet geboren. Er studierte Theaterwissenschaft und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum, bevor er Regieassistent am Schauspielhaus Dortmund wurde. Dort gab er mit der Inszenierung von "DAS INTERVIEW" (Spielzeit 2016/17) sein Regiedebüt. Seit 2018 studiert er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Franz Kafka - Das Stadtwappen

Featuretipp

Heute, 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Rebellin und Jazz-Baroness Pannonica de Koenigswarter Das Mäzenatentum Wie durch Gönnen Großes entsteht Das Kalenderblatt 26.10.1909 Marie Marvingt fährt als erste Frau einen Ballon über die Nordsee Von Justina Schreiber . Rebellin und Jazz-Baroness - Pannonica de Koenigswarter Autor: Georg Gruber / Regie: Kirsten Böttcher Sie war eine besondere Erscheinung in der New Yorker Jazz-Szene, die Millionenerbin Pannonica Baroness de Koenigswarter, eine geborene Rothschild. In ihrer Hotelsuite trafen sich in den 1950er Jahren die Größen des Jazz, sie half ihnen, wo sie konnte, auch finanziell. In die Schlagzeilen geriet sie, nachdem der Saxophonist Charlie Parker 1955 in ihrer Suite an den Folgen von Alkohol und Drogen verstarb. Besonders eng verbunden war die Jazz-Baroness mit dem Pianisten Thelonious Monk, einem der wichtigsten Erneuerer des Jazz. Geboren 1913 in England, verbrachte sie ihre Kindheit sehr behütet und in großem Wohlstand. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte sie auf Seiten der Franzosen gegen die Nationalsozialisten. Für ihr Leben als Schutzpatronin der Jazzmusiker brach sie dann mit allen Konventionen, auch mit ihrer Familie, sie verließ ihren Mann, einen Diplomaten, und ließ sich scheiden, um ihrer wahren Leidenschaft nachgehen zu können. 1988 starb sie in New York, aber sie lebt weiter in der Musik - ihr wurden zahlreiche Jazz-Kompositionen gewidmet. Das Mäzenatentum - wie durch Gönnen Großes entsteht Autorin: Christiane Büld-Campetti / Regie: Sabine Kienhöfer Der Etrusker Gaius Cilnius Maecenas war der erste Kunstförderer der Weltgeschichte, der in augusteischer Zeit Dichter wie Virgil und Horaz unterstützte und mit Geschenken überhäufte. Seitdem gilt als Mäzen, wer Kunst, Wissenschaft und öffentliche Projekte fördert, ohne dafür eine direkte Gegenleistung zu erwarten. Im Laufe der Geschichte hat das Mäzenatentum allerdings mehrfach einen Wandel erlebt. Gehörte es beispielsweise in der Antike zum guten Ton, Volk und Kultur selbstlos zu unterstützen, gab man im frühen Christentum und im Mittelalter Kunst in der Regel nur für Kirchen und Klöster in Auftrag, um dem Schöpfer zu huldigen oder sich das eigene Seelenheil zu erkaufen. Als Folge des aufkommenden humanistischen Weltbildes kam es schon während der Renaissance erneut in Mode, Kunst, Kultur und öffentliche Einrichtungen zu fördern. Nur war Gönnerschaft da schon alles andere als uneigennützig. Spätestens im 18. Jahrhundert wurde das meist patriarchalische Verhältnis zwischen Mäzen und Protegé dann ganz prosaisch durch Verträge ersetzt. Heute ist Förderung von Kunst fast durchweg an finanzielle Überlegungen gebunden. Ganz ausgestorben sind die altruistischen Mäzene trotzdem nicht. BR 2017 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Nicole Ruchlak

Podcast

NDR Info

Boykott-Aufrufe und Olympia-Nationalismus - 100 Tage vor Beijing 2022

Chinas Staatsführung inszeniert die Winterspiele als Mega-Projekt. Menschenrechtsorganisationen rufen zum Boykott auf.

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SWR 2

Hanna Hartman: Fog Factory

In "Fog Factory" erzählt Hanna Hartman, wie in all ihren Arbeiten der letzten Jahrzehnte, keine Geschichte. Sie fordert uns nicht auf, nach einer Bedeutung zu suchen. Sie möchte einfach, dass wir genau hinhören und die erlesenen, schwer fassbaren Details in ihrem Werk bemerken.

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