Hörspiele

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

Der Wachmann Von Peter Terrin Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten Bearbeitung und Regie: Steffen Moratz Mit Matthias Bundschuh, Martin Reik, Michael Klammer, Lennart Hillmann, Gerd Wameling Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: ca. 54" Michel und Harry sind Wachmänner in einem Wohnblock mit Luxusapartments. Ihren Dienst verrichten sie in der Tiefgarage des Gebäudes, von dort kontrollieren sie den Zugang zum Haus. Die Außenwelt erblicken sie nur durch das Garagentor: Draußen muss sich etwas Schlimmes zugetragen haben, eine nukleare Katastrophe vielleicht oder ein Krieg. Nach und nach verlassen die Bewohner den Block, aber Michel und Harry halten mit eiserner Disziplin die Stellung: Bürsten ihre Uniformen, kontrollieren mehrmals täglich ihre Munition, schlafen im Schichtdienst. Bestimmt wird ihnen bald ein wichtigeres Objekt anvertraut, sie müssen nur durchhalten, sich aufopfern. Doch als ein dritter Wachmann in der Tiefgarage auftaucht, eskaliert die Situation. Ist er geschickt worden, um die beiden zu überprüfen? Oder hat er es auf den letzten Bewohner abgesehen, der das Gebäude augenscheinlich nie verlassen hat? Der Wachmann

Samstag 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

Die besten Hörspiele des Jahres Sie schmiegen sich erzählerisch an die Ohrmuschel, kitzeln Sie mit Sprach- und Klangspielen oder prallen hart auf das Trommelfell. Sie handeln von einem afrikanischen Nachtclub, führen uns ins Kunsthistorische Museum oder in die Klagenfurter Psychiatrie. Sind Radiokunst aus Denkkrümeln, Farben und Notizzetteln, pulsierend-oszillierende Wortgeflechte oder "Gesellschaft im Kasten": Die 27 Neuproduktionen des Jahres 2019 zeigten, wie vielseitig, inhaltlich wie formal, das Genre Hörspiel ist. Ö1 Hörer/innen haben gewählt und Kurt Reissnegger und Cornelia Krenn präsentieren die "besten Hörspiele des Jahres". Das Siegerstück wird bei der Ö1 Hörspiel-Gala am 28. Februar ausgezeichnet und am 29.2. wiederholt.

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Wie der Soldat das Grammofon repariert Von Sasa Stanisic Mit Maximilian von Pufendorf, Lukas Schreiber, Ernst-August Schepmann, Tina Engel, Senad Tanovic, Karl-Heinz Tafel, Christa Strobl, Caroline Schreiber und anderen Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann Komposition: Merima Kljuco BR 2006 Aleksandar wächst als Einzelkind in Visegrad, einem kleinen Dorf in Bosnien, auf. Er malt unfertige Gebäude, lernt Lexika auswendig und kann ganze Passagen aus dem "Kapital" aufsagen. Sein größtes Talent aber ist das Geschichtenerzählen. Doch der Beginn des Bürgerkriegs 1992 ist ein Ereignis, das so brutal und unwahrscheinlich ist, dass es für andere Geschichten kaum Platz lässt. Mal mit schlichter Ehrlichkeit aus der Sicht des Kindes, mal sprachmächtig und distanziert aus der Sicht des inzwischen im Westen lebenden jungen Erwachsenen, beschreibt Sasa Stanisic die Erlebnisse seines Protagonisten und Alter Egos Aleksandar: das Aufwachsen in einer rohen, aber intakten Welt, der gewaltsame Verlust dieser Welt, nachdem die Paramilitärs - "mit Schusssalven feiern", "die Stadt zur Braut genommen zu haben". Seine Fantasie kann Aleksandar nur bedingt vor dem Verlust der Heimat schützen und irgendwann will er Klarheit darüber, was sich wirklich ereignet hat und was erfunden worden ist: War er wirklich ein ehrgeiziger Pionier, der Karl-Marx-Strichmännchen gezeichnet hat, wie seine Oma behauptet? Und warum palavert seine Familie über alles Mögliche, aber wird stumm, wenn es darum geht, was Onkel Miki während des Krieges getan hat? Sasa Stanisic, geb. 1978 in Visegrad (Bosnien-Herzegowina). 1992 Exil nach Deutschland. Abschluss des Studiums Deutsch als Fremdsprache und der Slawischen Philologie mit Auszeichnung. Zahlreiche deutschsprachige Veröffentlichungen seit 2001. Werke unter anderen "Wie der Soldat das Grammofon repariert" (2006), "Vor dem Fest" (2014), "Fallensteller" (2016), "Herkunft" (2019). Hörspiele unter anderen "Träum! Traum. Traumata" (HR 2005), "Vor dem Fest" (2015), "Georg Horvath ist verstimmt" (2017). Deutscher Buchpreis 2019 für "Herkunft".

Samstag 17:04 Uhr WDR5

Krimi am Samstag

Solo für Kruske Von Thomas Anzenhofer Noir-Krimi aus dem Pott Komposition: Tarik Dosdogru Regie: Thomas Werner

Samstag 19:04 Uhr WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Herr Bello und das blaue Wunder (4/4) - Die zweite Verwandlung Von Paul Maar Eine merkwürdige alte Frau bringt eines Tages eine Flasche mit einer blauen Flüssigkeit in die Apotheke von Apotheker Sternheim und überlässt sie ihm. Dieser blaue Saft fällt seinem Sohn Max in die Hände, der gern mit all den Flüssigkeiten, Salzen und Farben im Hinterzimmer der Apotheke experimentiert. Er kann nicht wissen, dass seine letzte Mixtur, mit eben dieser blauen Tinktur der alten Frau, alle Pflanzen unnatürlich schnell wachsen lässt. Und als sein Hund, den er nach langen Diskussionen endlich zum 12. Geburtstag bekommen hat, von dem vermeintlichen Düngemittel trinkt, passiert etwas ganz und gar unglaubliches... Bearbeitung: Ulla Illerhaus Komposition: Mike Herting Regie: Petra Feldhoff Wiederholung: So 14.04 Uhr

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Die Wand Von Cristin König Eine Frau strauchelt im Geschlechterkampf Komposition: Friederike Bernhardt Leo: Marc Hosemann Robert: Arnd Klawitter Neele: Judith Engel Mutter: Barbara Philipp Kind: Julia Fritz Lisa: Anna Drexler Regie: die Autorin Wiederholung: WDR 5 So 17.04 Uhr

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«wie man noma überlebt» von Andreas Liebmann Hörspiel-Essay über den Irrsinn unserer globalisierten Konsumgesellschaft. Die einen essen vergoldete Rindersteaks oder sogar Menschenfleisch, andere haben nichts als Rattenkadaver zu fressen. NOMA steht für beides - wir alle sind NOMA.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Sodom und Gomhorra (3/3) Betrübnisse von Monsieur de Charlus Nach dem Roman von Marcel Proust Aus dem Französischen von Bernd-Jürgen Fischer Bearbeitung: Manfred Hess, Hermann Kretzschmar Komposition: Hermann Kretzschmar Regie: Iris Drögekamp Mit Michael Rotschopf, Lilith Stangenberg, Gerd Wameling, Stefan Konarske, Corinna Kirchhoff, Tina Engel, Leslie Malton u.a. Produktion: SWR/Dlf 2018 Länge: ca 115" "Prousts ,Suche nach der verlorenen Zeit" ist nicht nur ein grandioser Roman, sondern auch der perfekte Ratgeber für alle Lebenslagen." (Alain de Botton) Der vierte Roman aus Marcel Prousts ,À la recherche du temps perdu" heißt ,Sodom und Gomorrha I", erschienen in zwei Bänden zwischen 1920 und 1921. Im Alten Testament sind mit diesen Namen Städte benannt, die Gott unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begrub, weil sie sich der Sünde hingegeben haben. Im Stadtpalais der hochadligen Familie der Guermantes hat sich für Marcel, den Ich-Erzähler, zuvor die mondäne Welt der exquisiten Gesellschaft erschlossen. Jetzt ist es Ausgangspunkt seiner Entdeckung der Welten von Sodom als der der männlichen und Gomorrha als der der weiblichen Homosexualität. Er beobachtet hier die zufällige Begegnung des Décadent Baron de Charlus und des Westenmachers Jupien: Trotz aller Standesunterschiede erkennen sie plötzlich einander und nutzen sofort die Gelegenheit zum Sex. Marcel dechiffriert ab da auf der Soirée der Prinzessin de Guermantes die Gäste als Leidende und Lächerliche im Spiel des (gleich)geschlechtlichen Begehrens. Die ,Recherche" erzählt weiter: von Marcels Liebe zu der jungen und koketten Albertine Simonet, von seiner krankhaften Eifersucht bei dem Verdacht, sie begehre Frauen wie Mademoiselle Vinteuil, von Marcels Heiratsentschluss, von der Beziehung Charlus" zum Geiger Morel, den Reisen in die Normandie nach Balbec, dem kunstsinnigen Salon der Aufsteigerin Madame Verdurin; schließlich von der Unbeständigkeit der Herzen und der vernichtenden Wirkung der Zeit. Die Hörspielfassung wahrt die Eckpfeiler des Handlungs- und Erzählverlaufs. Sie kürzt aber radikal, um Platz zu schaffen: für umfangreiche akustische Tableaus entlang der Satzkonstruktionen, die den Proustschen Erinnerungsprozess in all seiner Heterogenität belassen, in all seiner Komik und Unbarmherzigkeit. Das Hörspiel basiert auf der neuen Übersetzung der ,Recherche" durch Bernd-Jürgen Fischer, die 2016 abgeschlossen wurde. Sodom und Gomhorra (3/3): Betrübnisse von Monsieur de Charlus

Samstag 21:05 Uhr NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Harald Von Annette Scheld Regie: Wolfgang Seesko Mit Sebastian Zimmler, Katja Danowski, Hans Schernthaner, Felix Sprung, Erik Schaeffler, Guido A. Schick, Jürgen Uter, Birte Kretschmer, Günter Kütemeyer, Gabriela Maria Schmeide, Shawna Storoszczuk, Leslie Malton, Konstantin Graudus, Jens Rachut, Uta Stammer, Mirco Kreibich, Jan Schütte, Ole Schlosshauer, Siegfried W. Maschek, Peter Kaempfe, Bettina Kurth, Fjodor Olev, Udo Jolly, Benjamin Utzerath, Michael Wittenborn, Hans Löw NDR 2017 Ein Angler stößt an einem einsamen Plätzchen an der Gose-Elbe auf eine menschliche Leiche. Es handelt sich um einen Mann: ca. 40 Jahre alt, 75 Kilo schwer, 1,82 groß, Identität nicht feststellbar. Wer ist dieser Unbekannte, den niemand zu vermissen scheint? Was hat ihn an diesen entlegenen Ort verschlagen? Welches Drama mag sich hier abgespielt haben? Als die Polizei endlich den Namen des Toten herausgefunden hat, zeigt sich, dass dieser schon vor seinem Tod nahezu verschwunden war. Die Recherche manifestiert die erschütternde Absurdität eines menschlichen Lebens, das kaum bleibende Spuren hinterlässt. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst Das Kriminalhörspiel

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