Features

Samstag 09:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Netter Neonazi? Ein kleiner Ort und sein rechtsextremer Investor Von Ernst-Ludwig von Aster Regie: der Autor Produktion: SWR 2019

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Natur an Autorin - Autorin an Natur #Strandgänge Von Elke Heinemann Eine Literaturmode aus Großbritannien und den USA ist bei uns angekommen: "Nature Writing". Beschreibungen der Natur entstehen hier aus einem persönlichen, oft philosophischen oder literarischen Interesse heraus wie bei Autorin Elke Heinemann. Das Genre Nature Writing gründet in der Krise der Natur: In den letzten 20 Jahren sind rund 80 Prozent der weltweiten Insektenbiomasse verschwunden. Der Mensch, heißt es, habe im sogenannten Anthropozän das sechste Massensterben der Erdgeschichte eingeleitet. Autorin Elke Heinemann sucht an einem Strand im Norden von Wales, wo es geologisch bedeutsame Funde zu bestaunen gibt, nach Anregungen, um die gerade von philosophischen Trendsettern viel diskutierte Frage zu beantworten, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Natur heute neu definieren ließe. Ihre Erfahrungen hält sie in einem Audioblog fest - ganz in der literarischen Tradition des amerikanischen Schriftstellers Henry David Thoreau, dessen Tagebuch Walden der Urtext des Nature Writing ist. Die technischen Mittel eines Audioblogs bieten heute dabei die Möglichkeiten, handschriftliche Notizen um die Aufzeichnungen von Gesprächen und Tonaufnahmen aus der Natur zu erweitern. Produktion: WDR/BR 2020 Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 12:05 Uhr Bayern 2

Zeit für Bayern

Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung Wirtshauskultur in Franken Von Anja Bischof Gemeinsam stark - Genossenschaften und Kollektive Von Petra Nacke Wiederholung um 21.05 Uhr Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung Wirtshauskultur in Franken Von Anja Bischof Sie sind selten geworden, die urig-gemütlichen Gaststätten in Franken, wo der neue Gast zum Gruß auf jeden Tisch klopft und der Stammtisch einstimmig mit "Habe die Ehre" antwortet. Wo die Patina der vergangenen 80 Jahre im Schirmständer steckt und an den vergilbten Funzeln über den Tischen hängt. Wo gekartet wird bis in die Nacht, der Wirt den Kopf auf die müden Arme legt und im Sitzen einschläft. Hat diese Kultur noch eine Zukunft? Sterben ihre Gäste ebenso aus wie die Wirte, die keine 40-Stunden-Woche kennen? Die bayerische Staatsregierung hat in Form eines Gaststättenmodernisierungsprogramms einen Rettungsanker ausgeworfen. Einige Wirte haben sich daran festgehalten, andere blieben abgehängt. Manche sind ganz eigene Wege gegangen. Nur wenige halten der Wirtshauskultur ihrer Väter die Stange. Und schließlich platzt in den schon seit Jahren andauernden Überlebenskampf der Gastronomen auch noch die Corona-Pandemie. Das Feature "Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung - Wirtshauskultur in Franken" zeigt die aktuellen Herausforderungen für Gaststättenbetreiber. Zu Wort kommen gescheiterte Wirtsleute ebenso wie innovative Bewahrer einer uralten Gaststätten-Tradition. Gemeinsam stark - Genossenschaften und Kollektive Von Petra Nacke "Verbunden werden auch die Schwachen mächtig". Diesen Satz legt Friedrich Schiller in seinem Drama "Wilhelm Tell" dem Schweizer Amtmann Werner Stauffacher in den Mund. Weil Tell nicht mitmacht - "Der Starke ist am mächtigsten allein" - gründet Stauffacher mit zwei anderen Mitstreitern einen Bund gegen die Unterdrückung: die bekannte Schweizer Eidgenossenschaft. Genossenschaften, also organisierte Zusammenschlüsse von Menschen mit dem Ziel, die wirtschaftliche und/oder soziale Situation ihrer Mitstreiter zu verbessern, sind in Europa seit dem Mittelalter bekannt. Damals waren es die Schuster, später die Weber. Heute dürften den meisten Wohnungsbau-, Banken- oder Agrargenossenschaften in den Sinn kommen, wenn es um dieses Thema geht. Und bis heute bewegt sich ihre Effizienz zwischen den beiden Polen, die schon in Schillers Drama anklingen. Denn auf der einen Seite ist eine Gruppe zwar stark, auf der anderen aber weniger flexibel, als ein Einzelkämpfer. Aber ist das wirklich ein Problem? Was genau machen Genossenschaften heute? Welche gibt es? Und wie unterscheiden sie sich zum Beispiel von Vereinen oder Gewerkschaften? Und wie sieht es mit dem Kollektiv aus, einem Begriff der Assoziationen zur früheren DDR aufkommen lässt. Vielleicht auch noch zur Hausbesetzerszene der 1970er und 80er Jahre, der aber vor allem bei jungen Kreativen gerade eine Renaissance zu erleben scheint? Warum ist das so? Und wofür stehen die neuen Kollektive? Das Feature versucht auf all diese Fragen Antworten zu finden und an verschiedenen Beispielen zu klären, ob und wie Gemeinschaft stark macht.

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Vier Jahrzehnte rechtsextreme Gewalt Die 1980er Jahre und das Oktoberfest-Attentat Wie Kalter Krieg und alte Seilschaften rechten Terror decken Von Anna Bühler Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Teil 2: Samstag, 17. Oktober 2020, 13.05 Uhr Über 200 Menschen sind seit der Wiedervereinigung durch Gewalt von Rechtsextremen gestorben. Aber die Terror-Spur reicht noch weiter zurück. Schon 1980 wurden beim Attentat auf das Oktoberfest 13 Menschen getötet - bis heute ist es der blutigste rechte Anschlag in der Bundesrepublik. Das Bayern 2 radioFeature geht der Spur des rechten Terrors nach - vom Oktoberfest-Attentat bis zum Anschlag von Hanau, von den Neonazi-Seilschaften im Kalten Krieg bis zu den von Verschwörungstheorien angestachelten Tätern heute. Vier Jahrzehnte des Terrors, vier große Radio-Dokumentationen, vier Stunden Zeitzeugen, Hintergründe, Zusammenhänge - das ist "Rechter Terror in Deutschland". Die Reihe bildet den Auftakt zur ARD Hörspielserie "Saal 101" über den NSU-Prozess.

Samstag 14:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Ein Totenschädel und kein Ende Die Kirche und die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia Von Bernhard Pfletschinger Regie: Antje Vowinckel Produktion: rbb/WDR 2015/2020 - Ursendung -

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Music is it! Braucht Musik Vermittlung? Von Michaela Fridrich Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr "Wenn wir wollen, dass Menschen zu uns kommen, dann müssen wir unsererseits auf sie zugehen." - diesem, in einem Interview geäußerten Credo folgend initiierte Simon Rattle als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker im Jahr 2003 ein Projekt, bei dem Kinder aus sogenannten Problemschulen von dem Eliteorchester begleitet eine Choreographie zu Igor Strawinskys Ballett "Le sacre du printemps" einstudierten. Der Hype um die filmische Dokumentation des Projekts "Rhythm is it!" ging wie ein Ruck durch die deutschsprachige Musikszene und hat seither eine regelrechte Flut neuer Workshop- und Einführungs-Formate entstehen lassen, die man allgemein unter dem Begriff Musikvermittlung zusammenfasst, oder teilweise auf neudeutsch: "Education". Doch inwieweit braucht Musik Vermittlung? Wer soll damit auf welche Weise angesprochen werden? Welchen Nutzen sollen die vielfältigen Programme bringen? Michaela Fridrich befragt dazu verschiedene Akteure und reflektiert über Sinn und Perspektiven von Musikvermittlung.

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Tee - Die Erforschung eines Heißgetränks

Ein Feature über Tee, seine Genießer und die neuesten Ergebnisse medizinischer Forschung zu einem ganz besonderen Heißgetränk. Für die einen ist Tee ein ganz normales Genußmittel, andere machen einen regelrechten Kult daraus. Und längst beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit dem "Phänomen" Tee und seinen tatsächlichen oder nur behaupteten Folgen für unser Wohlbefinden. Sollte man Grünen Tee wirklich nicht mit kochendem Wasser aufgießen? Und wirkt langgezogener Tee wirklich beruhigend? Schon Einstein hat gegrübelt, warum sich Teeblätter in der Mitte der Tasse sammeln. Heute werden Teebeutel verbuddelt - für die Klimaforschung. Doch am meisten interessieren sich Tee-Forscher für die gesundheitlichen Wirkungen. Autor: Gabór Paál Produktion: SWR 2018

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Die Libanon Connection Von Volkmar Kabisch, Jan Strozyk und Benedikt Strunz Regie: Giuseppe Maio Mit: Sandra Borgmann, Stephan Schad, Hans Löw, Tilo Werner, Thomas Niehaus, Achim Buch Ton: Christian Alpen und Sabine Kaufmann Produktion: NDR für das ARD Radiofeature 2019 Länge: 52"38 Im internationalen Kokainhandel setzen Drogenhändler gerne auf die Dienste libanesischer Geldwäschenetzwerke. Scheinbar mühelos schleusen sie Millionensummen durch die ganze Welt. Welche Rolle spielen solche Netzwerke in Deutschland? Der internationale Kokainhandel boomt - und mit ihm die Notwendigkeit, Milliardengewinne aus den Drogengeschäften rund um den Globus zu bewegen. Und zwar ohne dass hiervon Geheimdienste und Drogenfahnder etwas bemerken. Drogenhändler weltweit setzen dabei gerne auf die Dienste libanesischer Geldwäschenetzwerke, die scheinbar mühelos innerhalb kürzester Zeit Millionensummen durch die ganze Welt schleusen. Wie gelingt ihnen das? Welche Rolle spielt Deutschland in diesem schmutzigen Geschäft? Das Feature spürt den Aktivitäten von Geldwäsche-Organisationen nach. Die Recherchen führen nach Frankreich, in die Niederlande, nach Benin, Israel und in den Libanon. Im Gespräch mit Drogenfahndern, Geldwäschern und windigen Autohändlern zeichnen die Autoren nach, wie aus Kokaingeld augenscheinlich sauberes Geld wird. Und ob die Hisbollah tatsächlich hinter diesen kriminellen Machenschaften steckt und von ihnen profitiert. Volkmar Kabisch, geboren 1984, arbeitet für den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Er studierte Islamwissenschaft und Judaistik in Halle/Saale, Leipzig und Kairo. Ab 2004 arbeitete er als Reporter beim Mitteldeutschen Rundfunk und "Spiegel TV". Von 2013 an war Volkmar Kabisch als Autor bei "Panorama" und "Panorama 3" tätig. Kabisch produzierte zahlreiche Dokumentation über den IS, darunter "Leonora - Wie ein Vater seine Tochter an den IS verlor" (NDR 2019). Jan Lukas Strozyk ist investigativer Autor und Rechercheur, mit dem Fokus auf Wirtschaftsberichterstattung, Geldwäsche und Korruption. Er studierte Islamwissenschaften und Amerikanistik in Mainz und Ankara. Heute arbeitet er für das Ressort Investigation des NDR. Er beteiligte sich u.a. an den Rechercheprojekten "Der Geheime Krieg" den "Luxemburg Leaks" und den "Panama Papers". Benedikt Strunz, geboren 1980, arbeitet seit 2011 für den NDR, vor allem für den NDR Info Reporterpool und die NDR Investigation. Seine thematischen Schwerpunkte liegen in den Feldern Wirtschaftskriminalität und Organisierte Kriminalität. Für seine Recherchen zu den "Panama Papers" und den "Paradise Papers" wurde er zweimal mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet. Die Libanon Connection

Samstag 21:05 Uhr BR-Heimat

Zeit für Bayern

Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung Wirtshauskultur in Franken von Anja Bischof Gemeinsam stark - Genossenschaften und Kollektive Von Petra Nacke Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Gemeinsam stark - Genossenschaften und Kollektive Von Petra Nacke "Verbunden werden auch die Schwachen mächtig". Diesen Satz legt Friedrich Schiller in seinem Drama "Wilhelm Tell" dem Schweizer Amtmann Werner Stauffacher in den Mund. Weil Tell nicht mitmacht - "Der Starke ist am mächtigsten allein" - gründet Stauffacher mit zwei anderen Mitstreitern einen Bund gegen die Unterdrückung: die bekannte Schweizer Eidgenossenschaft. Genossenschaften, also organisierte Zusammenschlüsse von Menschen mit dem Ziel, die wirtschaftliche und/oder soziale Situation ihrer Mitstreiter zu verbessern, sind in Europa seit dem Mittelalter bekannt. Damals waren es die Schuster, später die Weber. Heute dürften den meisten Wohnungsbau-, Banken- oder Agrargenossenschaften in den Sinn kommen, wenn es um dieses Thema geht. Und bis heute bewegt sich ihre Effizienz zwischen den beiden Polen, die schon in Schillers Drama anklingen. Denn auf der einen Seite ist eine Gruppe zwar stark, auf der anderen aber weniger flexibel, als ein Einzelkämpfer. Aber ist das wirklich ein Problem? Was genau machen Genossenschaften heute? Welche gibt es? Und wie unterscheiden sie sich zum Beispiel von Vereinen oder Gewerkschaften? Und wie sieht es mit dem Kollektiv aus, einem Begriff der Assoziationen zur früheren DDR aufkommen lässt. Vielleicht auch noch zur Hausbesetzerszene der 1970er und 80er Jahre, der aber vor allem bei jungen Kreativen gerade eine Renaissance zu erleben scheint? Warum ist das so? Und wofür stehen die neuen Kollektive? Das Feature versucht auf all diese Fragen Antworten zu finden und an verschiedenen Beispielen zu klären, ob und wie Gemeinschaft stark macht. Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung Wirtshauskultur in Franken von Anja Bischof Sie sind selten geworden, die urig-gemütlichen Gaststätten in Franken, wo der neue Gast zum Gruß auf jeden Tisch klopft und der Stammtisch einstimmig mit "Habe die Ehre" antwortet. Wo die Patina der vergangenen 80 Jahre im Schirmständer steckt und an den vergilbten Funzeln über den Tischen hängt. Wo gekartet wird bis in die Nacht, der Wirt den Kopf auf die müden Arme legt und im Sitzen einschläft. Hat diese Kultur noch eine Zukunft? Sterben ihre Gäste ebenso aus wie die Wirte, die keine 40-Stunden-Woche kennen? Die bayerische Staatsregierung hat in Form eines Gaststättenmodernisierungsprogramms einen Rettungsanker ausgeworfen. Einige Wirte haben sich daran festgehalten, andere blieben abgehängt. Manche sind ganz eigene Wege gegangen. Nur wenige halten der Wirtshauskultur ihrer Väter die Stange. Und schließlich platzt in den schon seit Jahren andauernden Überlebenskampf der Gastronomen auch noch die Corona-Pandemie. Das Feature "Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung - Wirtshauskultur in Franken" zeigt die aktuellen Herausforderungen für Gaststättenbetreiber. Zu Wort kommen gescheiterte Wirtsleute ebenso wie innovative Bewahrer einer uralten Gaststätten-Tradition.

Samstag 21:05 Uhr Bayern 2

Zeit für Bayern

Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung Wirtshauskultur in Franken Von Anja Bischof Gemeinsam stark - Genossenschaften und Kollektive Von Petra Nacke Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung Wirtshauskultur in Franken Von Anja Bischof Sie sind selten geworden, die urig-gemütlichen Gaststätten in Franken, wo der neue Gast zum Gruß auf jeden Tisch klopft und der Stammtisch einstimmig mit "Habe die Ehre" antwortet. Wo die Patina der vergangenen 80 Jahre im Schirmständer steckt und an den vergilbten Funzeln über den Tischen hängt. Wo gekartet wird bis in die Nacht, der Wirt den Kopf auf die müden Arme legt und im Sitzen einschläft. Hat diese Kultur noch eine Zukunft? Sterben ihre Gäste ebenso aus wie die Wirte, die keine 40-Stunden-Woche kennen? Die bayerische Staatsregierung hat in Form eines Gaststättenmodernisierungsprogramms einen Rettungsanker ausgeworfen. Einige Wirte haben sich daran festgehalten, andere blieben abgehängt. Manche sind ganz eigene Wege gegangen. Nur wenige halten der Wirtshauskultur ihrer Väter die Stange. Und schließlich platzt in den schon seit Jahren andauernden Überlebenskampf der Gastronomen auch noch die Corona-Pandemie. Das Feature "Zwischen Stammtischpoesie und Pachtstundung - Wirtshauskultur in Franken" zeigt die aktuellen Herausforderungen für Gaststättenbetreiber. Zu Wort kommen gescheiterte Wirtsleute ebenso wie innovative Bewahrer einer uralten Gaststätten-Tradition. Gemeinsam stark - Genossenschaften und Kollektive Von Petra Nacke "Verbunden werden auch die Schwachen mächtig". Diesen Satz legt Friedrich Schiller in seinem Drama "Wilhelm Tell" dem Schweizer Amtmann Werner Stauffacher in den Mund. Weil Tell nicht mitmacht - "Der Starke ist am mächtigsten allein" - gründet Stauffacher mit zwei anderen Mitstreitern einen Bund gegen die Unterdrückung: die bekannte Schweizer Eidgenossenschaft. Genossenschaften, also organisierte Zusammenschlüsse von Menschen mit dem Ziel, die wirtschaftliche und/oder soziale Situation ihrer Mitstreiter zu verbessern, sind in Europa seit dem Mittelalter bekannt. Damals waren es die Schuster, später die Weber. Heute dürften den meisten Wohnungsbau-, Banken- oder Agrargenossenschaften in den Sinn kommen, wenn es um dieses Thema geht. Und bis heute bewegt sich ihre Effizienz zwischen den beiden Polen, die schon in Schillers Drama anklingen. Denn auf der einen Seite ist eine Gruppe zwar stark, auf der anderen aber weniger flexibel, als ein Einzelkämpfer. Aber ist das wirklich ein Problem? Was genau machen Genossenschaften heute? Welche gibt es? Und wie unterscheiden sie sich zum Beispiel von Vereinen oder Gewerkschaften? Und wie sieht es mit dem Kollektiv aus, einem Begriff der Assoziationen zur früheren DDR aufkommen lässt. Vielleicht auch noch zur Hausbesetzerszene der 1970er und 80er Jahre, der aber vor allem bei jungen Kreativen gerade eine Renaissance zu erleben scheint? Warum ist das so? Und wofür stehen die neuen Kollektive? Das Feature versucht auf all diese Fragen Antworten zu finden und an verschiedenen Beispielen zu klären, ob und wie Gemeinschaft stark macht.

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